Vom Stundenlauf zum Marathon
Unter diesem Motto startete das LLH unter der Leitung von Marion van
Schwamen und Dr. Rüdiger Carlberg ein Projekt: Hobbyläufer ohne
Leistungsanspruch mit einem ausgeklügelten, wissenschaftlich begründeten
Training zum Marathonlauf zu bringen. Diese Idee ist seit der Aktion von Dr.
Thomas Wessinghage „von 0 auf 42,195 km“ nicht neu. Neu ist, dass die
Kursusteilnehmer 7 Monate lang einer ständigen Betreuung ausgesetzt waren
und somit Vorgaben wie z.B. Herzfrequenzen, Trainingseinheiten,
Trainingstempi, Trainingskonstanz und Trainingsumfang ständig kontrolliert
werden konnten. Bei Motivationsverlust oder plötzlich auftretenden
Hindernissen wie z.B. Verletzungen oder Zeitmangel konnte sofort durch die
Trainer interveniert werden und das Training dementsprechend verändert
werden.
Mittlerweile haben zahlreiche Läuferinnen und Läufer von dem LLH-Konzept
bei den Martathons in Köln, Frankfurt, Berlin, Bremen und Kopenhagen
profitiert.
Herzlichen Glückwunsch!
Beschreibung:
Wir starten mit der Feststellung der Fitnessgrade in dem
wir gemeinsam einen langsamen Stundenlauf durch den
Wilschenbrucher Wald durchführen und anschließen werden die
Termine für die auf uns zukommende Zeit besprochen. Jeder
Teilnehmer bekommt erst mal einen so genannten Stundenplan
der durch einen Trainingsplan ersetzt wird. Dazu wird die
maximale Herzfrequenz festgestellt und anhand einer Formel
die unterschiedlichen Trainingsfrequenzen errechnet.
Unterstützt wird das Ganze durch eine Laktatmessung, die im
Studio auf dem Laufband durchgeführt wird. Es werden
gemeinsame Tempotrainingeinheiten unterschiedlicher Tempi
ca. 1x wöchentlich gelaufen sowie die lange Einheit am
Wochenende zwischen anfänglich 1,5 bis max. 3 Stunden.
Ebenso findet eine theoretische Einheit über
„Trainingslehre“ und „Sportlerernährung“ statt.
Betreuung findet in diesem Jahr in Bremen statt. Köln Läufer
organisieren sich selbst!
Für weiter Infos stehen wir gern zur Verfügung unter
Mobilnummer: (0172) 40 55 878
Jeder Marathonläufer weiß, dass der Erfolg von vielen Faktoren abhängt.
Durch das LLH-System wird gewährleistet, dass das umfangreiche und diffizile
Marathontraining möglichst optimal individuell umgesetzt werden kann. Der
Läufer/die Läuferin ist während der gesamten Trainingsphase einschließlich
wichtiger Vorbereitungs-Wettkämpfe nicht allein. In theoretischen Einheiten
werden sowohl trainingstechnischen, physiologische, wettkampfspezifische
sowie auch psychologische Eventualitäten des Marathons gelehrt und
diskutiert.
Das Trainingsprogramm basiert auf den individuellen Leistungsparametern
der Kursusteilnehmer/innen. In der ersten Hälfte steht das Training der
Grundlagenausdauer im Vordergrund. Die Herzfrequenzen und Trainingstempi
werden durch die Karvonenformel ermittelt, da sie zwei individuelle
Parameter in Beziehung setzt. Ruhe- und Maximalpuls der
Kursusteilnehmer/innen bilden die Hauptwerte der Karvonenformel. Der
Ruhepuls wird am Morgen direkt nach dem Aufwachen ermittelt. Der Maximalpuls
wird nach 30-minütigem Einlaufen und einem abschließenden
1000-m-Steigerungslauf festgestellt. Die Trainingsintensität wird durch die
in der Trainingslehre üblichen Bereiche bestimmt. Grundlagenausdauer 1 z.B.
bewegt sich in einem Intensitätsbereich zwischen 60 und 75 Prozent des
Maximalpulses.
Beispiel:
| Ruheherzfrequenz + |
(maximale Herzfrequenz – Ruheherzfrequenz) x |
Intensität in % |
= Trainingsherzfrequenz |
| 60 + |
(180 – 60) x |
0,7 |
= 144 |
Im zweiten Teil des Trainingsprogrammes (3 Monate) wird der Trainingsplan
mittels Trainingssteuerung nach Laktatwerten aktualisiert (Sonderleistung 30
Euro).
Individueller Traniningsplan
Wir erstellen Ihnen gegen eine Gebühr von 25 € einen individuellen
Trainingsplan nach der Karvonenformel. Der Trainingsplan umfasst ein
halbjähriges Programm für einen Marathon, Halbmarathon oder 10 000-m-Lauf
Ihrer Wahl. Programmkorrekturen oder -umgestaltungen während der
Trainingszeit sind im Preis inbegriffen. Für die Trainingsplanung benötigen
wir Ihren Maximalpuls, Ihren Ruhepuls, Ihre aktuelle 10 000-m-Zeit, Ihr
Alter, Ihr Gewicht und ihre Lauferfahrung in Jahren. Der Link unten führt
Sie zu einem Beispiel.
Trainingsplan ->
Ein Teilnehmer unseres Marathon-Trainings schrieb uns diese Mail:
Hallo Herr Dr. Carlberg,
ich möchte mich bei ihnen für den Trainingsplan, den sie mir für den
Kölnmarathon erstellt haben nochmals bedanken. Ich bin damit sehr gut
zurecht gekommen. Am 31.08.2008 hab ich den Altöttinger Halbmarathon in
1:31:18 Std. absolviert und jetzt kommt das Beste: den Kölnmarthon bin ich
in 03:33:05 gelaufen. Ich hatte trotz der schlechten Witterungsverhältnissen
keine Probleme, konnte sogar bei km 30 noch Späßchen machen. Bis km 35
konnte ich locker den 5.0 Schnitt halten.
Diese „für mich Erfolge“ hab ich auch Ihnen zu verdanken und deshalb möchte
ich nochmals Danke sagen. Dieses Jahr mache ich keine Wettkämpfe mehr, aber
nächstes Jahr werde ich diesbezüglich wieder auf Sie zurückkommen. Meine
nächsten Ziele sind ein Halbmarathon unter 01:30 Std. und der Münchneer
Medienmarathon.
Mit sportlichem Gruß
Willi
Hallo Rüdiger, Hallo Marion,
manchmal haben ja Wangerooge-Kurse längere Nachwirkungen, denn ich habe am
Sonntag meinen ersten Marathon in Hamburg erfolgreich absolviert. Jedenfalls
haben Eure Begeisterung letztes Jahr auf Wangerooge mich zu diesem Projekt
ermutigt und nun bin ich glückliche, dass ichs durchgezogen habe. Carla
freut sich wieder auf ein Leben ohne Trainingsplan, ich bin gespannt, wie es
sein wird, demnächst so ohne näheres Ziel zu laufen. Inzwischen muß ich aber
erst mal das Lazarett zu Hause pflegen, denn Carla und Kinder haben seit
Sonntag Nacht Fieber entwickelt. Ansonsten geht es uns aber gut.
Ganz liebe Grüße aus Witzenhausen
Michael (&Carla, Moritz + Antonia) |