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Theorie und Geschichte der Lauftherapie
Van Aaken der Pionier
Van Aaken wurde am 16. Mai 1910 in Emmerich geboren. In seiner Jugend war er Geräteturner, Mehrkämpfer und Stabhochspringer. Beginn des Studiums 1931 in Bonn, Astronomie , Pädagogik, Philosophie und ab 1932 auch Medizin. Als Sportler blieb er dem Stabhochsprung ( westdeutscher Meister ) treu und war Olympiakandidat im Gewichtheben für die Olympiade 1936 in Berlin.
Im Krieg war er sechs Jahre als Chirurg tätig. 1947 Praxiseröffnung in Waldniel. Nach dem zweiten Weltkrieg half van Aaken beim Aufbau des Westdeutschen Leichtathletikverbandes. Schon damals stellte er seine Ausdauermethode der Intervallmethode entgegen, was ihm viele Jahre später die, nach meiner Meinung, größte Ehre einbrachte. Arthur Lydiard der Neuseeländische Wundertrainer sagte einmal zu van Aaken. „ Alles das, was wir heute trainieren, hast du schon vor 10 Jahren gewusst.“
Früh entdeckte er, dass Frauen und Jugendliche für längere und lange Strecken prädestiniert waren. Der
1000-m-Lauf für Jugendliche und die 800 m für Frauen wurden auf seine Initiativen 1947 und 1954 eingeführt.
Er setzte seine ganze Kraft dafür ein , dass seine Ausdauermethode das richtige Trainingsmittel sei, fand aber erst mit dem Erfolg von Harald Norpoth mit der Silbermedaille im
5000-m-Lauf bei der Olympiade 1964 in Tokio richtige Anerkennung. 1967 erschien die Schrift : „Das Waldnieler Lauftraining der reinen Ausdauermethode.“
Auswertungen und Untersuchungen an Hunderten Spitzensportlern und 2000 Breitensportlern sicherten sein Ergebnis ab, das seine Ausdauermethode nicht nur das bessere Trainingsmittel sei, sondern ein ideales Präventions- und Therapiemittel gegen Herzinfarkt, Arteriosklerose, rheumatische Errankungen und Krebs sein kann.
Van Aaken wurde 1972 von einem Auto angefahren und musste so den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen. Er hat seit 1947 ungefähr 40000 Briefe geschrieben und beantwortet, 600 Aufsätze und 25 Bücher geschrieben, von denen die Bücher „ Programmiert für 1000 Lebensjahre“ und „ Das Lauflehrbuch“ Bestsellerer geworden sind. Seine Vortragsreisen führten ihn in die USA, KANADA, NEUSEELAND, JAPAN und andere Länder. Die Vortragsreise in die USA und 1972 nach Japan sind besonders hervorzuheben. Seine 29 Vorträge in Amerika sind nicht unerheblich mit an der 50 Millionen Joggerwelle der USA beteiligt, die einen Rückgang des Herzinfarktes um 24 % bewirkte. In Japan sprach van Aaken vor dem Olympischen Komitee.
1974 half er unter der Führung von Enzio Busche die Lauftreffs in Deutschland einzuführen. 1976 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande und führte in Waldniel die ersten inoffiziellen Weltmeisterschaften der Frauen im Marathonlauf durch. Zum 70. Geburtstag wurde ihm vom DLV das „ Carl Diem Schild“ verleihen.
1979 übernahm er die Organisation des Nürburgringlaufes und organisierte 1983 den ersten
100-Meilen-Lauf für Frauen in Deutschland. Van Aaken starb 1984 kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Los Angeles.
· Erfinder der reinen Ausdauermethode
· Kritiker des Intervalltrainings
· Arzt der Laufen als Therapeutikum einsetzte
· Kämpfer für Kinder -, Frauen- und Seniorenlangstreckenlauf
· Trainer für Weltklasse- und Breitensportler
· Organisator von Laufveranstaltungen
· Funktionär
· Autor, Referent und Seminarleiter
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